Hallo zusammen und herzlich willkommen zu Folge 515. Thema heute ist die Transparenz von Personalentscheidungen. Ich versuche das mal in sieben Punkten. Erstens, manche Entscheider, gerade große Broker, würden Personalveränderungen der letzten circa fünf Jahre gerne rückgängig machen. Hätte man die Mitarbeiter gehalten, gefördert, gefordert und besser bezahlt, hätte man horrende Transaktionskosten plus Beraterhonorar gespart. Man hätte Ruhe im Schiff und Kontinuität gegenüber den Kunden. Zweitens, sogenannte Buddy-Buddy-Entscheidungen. Einer wird geholt, zieht drei Leute nach, im Vertrieb tolle Lösung. Wenn wir es tun, ist es natürlich immer okay. Wenn andere es tun, hat das immer ein Geschmäckle und wer darüber seinen Job verliert, ist vermutlich zurecht sauer. Die Frage geht Richtung Compliance, die Frage geht aber auch Richtung Entscheider. Sind das wirklich die besten Personen oder welche Führungsentscheidung treffe ich? Drittens, wir kennen sie alle, die gefallenen Engel, die 45 bis 55-jährigen Macher und Entscheider. Letzte 20 Jahre gut runtergerockt, circa 15 Arbeitgeber. Sie merken, ich übertreibe. Früher Champions League, heute Kreisliga und der aktuelle Arbeitgeber fragt sich überhaupt nicht, warum er derjenige ist, der das Geld oftmals zu viel bezahlt, sondern er denkt, die Sonne geht auf. Es hat vermutlich erhebliche Auswirkungen nach draußen. Der Markt schmunzelt und die Kunden, naja, auch die werden sich fragen, warum. Viertens, das gibt es natürlich auch andersherum, dass Mitarbeiter eingestellt werden, die gering qualifiziert oder wenig geeignet sind. Die Entscheider sagen, sie wussten sich nicht anders zu helfen, doch wenn man Hilfe braucht, holt man sich die und es hat vor allen Dingen Auswirkungen auf die jetzigen Mitarbeiter, weil die sich ihre Gedanken machen, wer wird für wie viel Leistung eigentlich wie bezahlt. Fünftens, positive Beispiele gibt es auch ganz viele, natürlich und auch von mir. Gucken Sie zum Beispiel nach Frankfurt, da suche ich einen kommunikationsbegabten Kundenbetreuer zu 90 Prozent Innendienst, Industrieebene, Fachbereiche stehen dahinter, toller Job. Oder gucken Sie nach Köln, zweimal Industrie, einmal Haftpflicht, einmal Financial Lines, tolle Teams, tolle nationale, internationale Klientel. Gucken Sie gerne dorthin, lassen Sie uns darüber sprechen. Sechstens, ich sagte es vor vielen Monaten, wenn die Tochter im gleichen Unternehmen für den gleichen Job ähnlich viel oder sogar noch mehr als die Mutter verdient, bei identischer Qualifikation, aber 20 Jahren Erfahrungsunterschied, muss sich das Unternehmen nicht erst heute, sondern gerade in Zukunft fragen, wie es mit dem Thema Erfahrung eigentlich umgeht. Siebtens, die Company zu wechseln, weil man plus 15, plus 20, plus 25 Prozent mehr generieren kann, war zu Corona-Zeiten quasi schon üblich geworden. Manche Kandidaten denken, das ist heute immer noch so. Nee, ist nicht der Fall. Ich sage es mal, auch wenn der eine andere lächelt, manche wechseln sogar den Job für das gleiche Geld, einfach weil es opportun ist und der neue Arbeitgeber mehr Chancen bietet oder auch mehr Zukunft hat. Sie merken, das ganze Thema Transparenz ist immer nur für einen definierten Bereich gemeint. Wer etwas weiß und sich mit Wissenden zusammentut, ist im Vorteil. Wer nichts weiß und andere fragt, die auch nichts wissen, na ja, der muss sich über das Ergebnis nicht wundern. In diesem Sinne, vielen Dank von mir. Alles Gute für Sie, wo immer Sie sind. Tun Sie nur Gutes, tun Sie mehr davon. Beste Grüße von mir aus Hamburg. Krüger und Tschüss.